Der BVST auf Informationsreise in Bad Tölz und München

Der BVST auf Informationsreise in Bad Tölz und München

Der Vorstand des BVST, vertreten durch Benno Schrief und Bernd Heinen, besuchte am 10. und 11. August 2020 den Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland in Bad Tölz und den Münchner Polizeipräsidenten.

Der Zweckverband in Bad Tölz übernimmt für bislang 133 Kommunen in seinem Einzugsgebiet viele Aufgaben der Verkehrssicherheitsarbeit selbsttragend und in eigener Verantwortung. Ein Großteil dieser Aufgaben wäre für jedes einzelne Mitglied des Verbandes allein nicht leistbar.
Neben der Verkehrsüberwachung im ruhenden und fließenden Verkehr, werden das Forderungsmanagement, wie die Überwachung des Eingangs von Kurbeiträgen und seit kurzem die Beratung bei komplexen Vergabeverfahren und deren Durchführung angeboten. Der Verbandsgeschäftsführer, Michael Braun, begrüßte die Herren Schrief und Heinen im modernen und digital auf dem neuesten Stand befindlichen Bürokomplex in Bad Tölz. In angenehmer Atmosphäre schilderte er die bisherige Entwicklung und die weiteren Pläne zu umfassenden Unterstützungsleistungen für die Mitglieder des Zweckverbandes. Besonders wurde die enge Zusammenarbeit mit den verantwortlichen der Kommunen bei der Prüfung von Unfallschwerpunkten und die Abstimmung der Auswahl von Messstrecken und -punkten hervorgehoben. Sicherheit und nicht Einnahmen, Unterstützung der Kommunen und nicht Profit sind die Leitmotive des Verbandes.

Kern der effizienten Zusammenarbeit in der Verkehrsüberwachung mit den teilnehmenden Städten und Gemeinden ist die Nutzung des Systems ARES, das die Informationssteuerung und die vielfältige Vorgangsbearbeitung digital unterstützt, beginnend mit der Eingabe im Handheld vor Ort bis zur Übertragung der Fälle zum Innendienst. Daneben bietet ARES umfangreiche Auswertungsfunktionen, mit denen die Wirksamkeit der Verkehrsüberwachung in Form eines Ampelsystems dargestellt werden kann. Für den BVST ist der Zweckverband zentraler Ansprechpartner für die weitere Unterstützung der Verkehrssicherheitsarbeit im bayerischen Oberland.

Im Polizeipräsidium München, in zentraler Innenstadtlage, am Fuße der Liebfrauenkirche, begrüßten Polizeipräsident Hubertus Andrä und sein Verkehrsreferent Dieter Bauer die Vertreter des BVST in den ehrwürdigen Diensträumen.
Bei hohen Temperaturen wurden folgende Themen besprochen:
Neue Regelungen zur Geschwindigkeitsüberwachung in Bayern durch die Kommunen, Rahmenbedingungen für den Einsatz von Semistationen, Section Control, City Maut, Motorradlärm, Konsequenzen aus der Einrichtung der Autobahn GmbH für Bayern und München sowie vernetzte Verkehrslenkung und Erprobungen durch Automobilhersteller (BMW) angesprochen.

Es wurde deutlich, dass viele Zukunftsthemen der Verkehrssicherheitsarbeit bisher nicht in allen Entscheidungsebenen angekommen sind. Eine Situation, die auch Herr Andrä, insbesondere unter den Gesichtspunkten Umwelt, Not und Leid der Betroffenen Opfer und ihrer Familien, bedauerte.

Im Rahmen des Gesprächs wurde auch über die Ziele und Aufgaben des BVST informiert.

Für die Arbeit des BVST, so das Resümee von Benno Schrief, ergeben sich aus den geführten Gesprächen vielschichtige Ansatzpunkte für die zukünftige Verkehrssicherheitsarbeit. Es gilt, sachdienliche Informationen nachhaltig an Entscheidungsträger in Ministerien, der Polizei, Kommunen und Verbände heranzutragen und diese für eine Strategie zu sensibilisieren, die alle Facetten zukünftiger Entwicklungen berücksichtigt.

Von links nach rechts: Herr Benno Schrief - BVST Vorstandsvorsitzender, Herr Michael Braun - Leiter Zweckverband, Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland, Herr Bernd Heinen - Inspekteur der Polizei NRW a. D., BVST Berater
Herr Bernd Heinen - Inspekteur der Polizei NRW a. D., BVST Berater, Herr Polizeipräsident Hubertus Andrä, Verkehrsreferent Dieter Bauer